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Entwicklung eines energieeffizienten Abwasserbehandlungsprozesses zur verbesserten Kohlenstoff- und Stickstoff-Elimination in warmen Klimaten: Verbundprojekt Deutsch-Israelische Wassertechnologie-Kooperation – ESWaT

Entwicklung eines energieeffizienten Abwasserbehandlungsprozesses zur verbesserten Kohlenstoff- und Stickstoff-Elimination in warmen Klimaten: Verbundprojekt Deutsch-Israelische Wassertechnologie-Kooperation – ESWaT
Ansprechpartner:

Stephanie West, Gudrun Abbt-Braun, Harald Horn

Förderung:

BMBF (BMBF-Verbundprojekt)

Partner:

DVGW Forschungsstelle am EBI
Bereich Wasserchemie und Wassertechnologie (KIT) (Germany)
Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH (Germany)
TE Engineering GmbH (Germany)
Galilee Society (GS) Institute of Applied Research (Israel) Mekorot (Israel)

Starttermin:

2012

Endtermin:

2015

Im Rahmen dieses Projektes sollen innovative Technologien zur Abwasserbehandlung und Schlammdesintegration sowie die sich daraus ergebenen verfahrenstechnischen Möglichkeiten untersucht werden. Die israelischen Partner fokussieren hierbei auf eine anaerobe Behandlung mit immobilisierten Bakterien und die deutschen Partner auf eine Technologie zur elektrokinetischen Desintegration. Starkes Augenmerk wird dabei auf die anaerobe Schlammbehandlung gelegt, da im Gegensatz zur aeroben Behandlung Energie in Form von Biogas gewonnen werden kann. Allerdings sind erhebliche Mengen des vorhandenen organischen Kohlenstoffs für den anaeroben Abbau und die Denitrifikation nur begrenzt verfügbar. Gerade im Hinblick auf die Stickstoffelimination besteht in Israel Bedarf nach einer angepassten Technologie, die die Projektpartner zusammen gebracht hat. Mit dem Bau und der Erprobung von Labor- und Pilotanlagen soll die zukünftige Energiebilanz und Stickstoffentfernung auf der Kläranlage Karmiel in Israel optimiert werden.

Konkret sollen folgende Punkte umgesetzt werden:

  1. Entwicklung einer Technologie mit immobilisierter Biomasse zur anaeroben Behandlung von Abwasser in warmen Klimaten. Eine entsprechende Pilotanlage soll auf der Kläranlage in Karmiel (betrieben von Mekorot) getestet werden.
  2. Bau eines Laborreaktors zur Desintegration von Belebtschlamm, um den vorhandenen organischen Kohlenstoff für die anaerobe Behandlung und/oder die Denitrifikation verfügbar zu machen.
  3. Verwendung einer standardisierten Masse- und Energiebilanz, um Kläranlagen in Deutschland und Israel miteinander zu vergleichen.
  4. Die Ergebnisse aus den Versuchsanlagen sollen abschließend genutzt werden, um die Machbarkeit auf der Kläranlage in Karmiel, welche als Modellkläranlage dient, zu testen, wobei verschiedene Verfahrensvarianten gerechnet werden sollen.