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Neue Verfahrenskombination von Ultra- und Nanofiltration zur Minimierung gelöster Desinfektionsnebenprodukte bei der Schwimmbeckenwasseraufbereitung (Phase II)

Neue Verfahrenskombination von Ultra- und Nanofiltration zur Minimierung gelöster Desinfektionsnebenprodukte bei der Schwimmbeckenwasseraufbereitung (Phase II)
Ansprechpartner:

Harald Horn
Gudrun Abbt-Braun
Florencia Saravia
Di Peng

Förderung:

Deutsche Umweltstiftung (DBU)

Partner:

W.E.T. Wasser. Energie.Technologie GmbH
Michael Reis
Werner Sauerschell

Starttermin:

01.09.2015

Endtermin:

31.05.2017

In dem hier beantragten Projekt wird eine neue Verfahrenskombination zur Aufbereitung von Schwimmbeckenwasser untersucht und optimiert. Das Projekt besteht aus zwei Phasen. Im Rahmen der Phase I (2012–2014) wurde eine neue Verfahrenskombination, Ultrafiltration (UF) mit Nanofiltration (NF), in einem variablen Teilstrom mit einer Rückspülwasseraufbereitung für ein gesamtes Schwimmbecken in großtechnischem Maßstab realisiert. Die Ergebnisse von Phase I zeigen, dass es möglich ist, ein wirtschaftliches Verfahren zur Entfernung von Desinfektionsnebenprodukten zu entwickeln, dass gegenüber den derzeit eingesetzten Verfahren ökonomische und ökologische Vorteile besitzt. Ziel der Projektphase II ist es die Verfahrenskombination dahingehend zu optimieren, dass einerseits die gesundheitliche Sicherheit und die Zufriedenheit der Badegäste erhöht und andererseits die Effizienz des Systems weiter verbessert werden kann.

Zu Beginn des Projektes werden verschiedene Betriebsparameter optimiert. Dazu zählen vor allem Betriebszeit, transmembrane Druckdifferenz, Ausbeute, Zusatz von Chemikalien und Reinigungsstrategien. Die Auswirkungen auf die Beckenwasserqualität und den Wasser- und Energieaufwand sowie die Entwicklung von Membranfouling und -rückhalt werden über diesen Zeitraum intensiv untersucht. Dabei wird die Realisierbarkeit eines belastungsorientierten Betriebs (variabler NF-Teilstrom) und daraus resultierende mögliche Einsparungen hinsichtlich Energie- und Wasserverbrauch berücksichtigt. Die Anlage soll über einen Zeitraum von ca. 1 Jahr betrieben werden, um die Variation des Belastungseintrags zu erfassen. Während dieses Zeitraums soll unter Gewährleistung einer sehr guten Beckenwasserqualität die mikrobiologische Wasserqualität sowie relevante physikalisch-chemischen Parameter regelmäßig überprüft. Ein Vergleich des Wasser- und Energieverbrauchs des optimierten Betriebs des UF-NF-Verfahrens mit dem Betriebszustand ohne das Kombinationsverfahren soll eine abschließende Bewertung des Potenzials der untersuchten Technologie für die Anwendung in der Schwimmbeckenwasseraufbereitung ermöglichen.