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Integriertes Wasserresourcenmanagement in den Einzugsgebieten - Nutzungsorientierte Wasserqualität im Einzugsgebiet der Wolga - Teilprojekt D: Wasserinhaltstoffe u. ihre Umsetzungen in der Wolga u. Nebenflüssen. Ein zeitlicher Vergleich (WOLGA III)

Integriertes Wasserresourcenmanagement in den Einzugsgebieten - Nutzungsorientierte Wasserqualität im Einzugsgebiet der Wolga - Teilprojekt D: Wasserinhaltstoffe u. ihre Umsetzungen in der Wolga u. Nebenflüssen. Ein zeitlicher Vergleich (WOLGA III)
Ansprechpartner:

Fritz H. Frimmel, Gudrun Abbt-Braun

Projektgruppe:Verbundprojekt
Förderung:

BMBF


Laufzeit

2007 - 2010

Beschreibung

Integriertes Wasserresourcenmanagement in den Einzugsgebieten - Nutzungsorientierte Wasserqualität im Einzugsgebiet der Wolga
Teilprojekt D: Wasserinhaltstoffe und ihre Umsetzungen in der Wolga und ihren Nebenflüssen. Ein zeitlicher Vergleich
(WOLGA III)

 

In Russland fand in den letzten Jahrezehnten ein großer politischer und gesellschaftlicher Umbruch statt. Dies hatte und hat teilweise dramatische Folgen für die Bereiche Industrie, Landwirtschaft und Gesellschaft, die einhergehen mit einer Änderung des Einflusses dieser Bereiche auf die Umwelt. Betroffen davon sind auch die russischen Flüsse, die in weiten Teilen als Rohwasserquelle zur Trinkwassererzeugung genutzt werden. Die gesicherte Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser ist daher nicht nur eine Frage der technischen Aufbereitung in den Trinkwasserwerken, sondern vor allem auch eine Frage der Rohwasserqualität und letztlich damit eine Frage der Flusswasserqualität.

Aufbauend auf vorliegenden Ergebnissen soll eine erneute Bestandsaufnahme der Wasserqualität der Moskva, Oka und Wolga durchgeführt werden und mit Qualitätszielen, wie sie z. B. von der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) vorgegeben werden, verglichen werden. Erst hiernach sind mit Bezug auf die bereits vorliegenden Ergebnisse Trendaussagen möglich und langfristige Prognosen für eine zukünftige Entwicklung der Wasserqualität durchführbar. Die Ergebnisse können eine sichere Entscheidungsgrundlage für ein nachhaltiges Gebiets-/Flussmanagement liefern.

Darüber hinaus sollen nicht nur die Daten zur Wasserqualität erhoben werden, sondern diese durch die Einbeziehung der detaillierten Untersuchung der Abflüsse aus den Einzugsgebieten sowie den Flusssedimenten Aufschluss über Eintragspfade (diffuse und punktuelle Quellen), Umwandlungsprozesse (bei der Bodenpassage, sowie in Wasser- und Sedimentphase), sowie Quellen und Senkenfunktionen erhalten werden. Von besonderer Bedeutung werden hierbei - wie sich aus den bisherigen Arbeiten ableiten lässt - der gelöste organische Kohlenstoff (DOC) und die Phosphor- und Stickstoffverbindungen als wichtige Eutrophierungsparameter sein. Unter Zuhilfenahme von Modellierungs- und Simulationswerkzeugen und detaillierten Untersuchungen zur Herkunft, Umwandlung und Verbleib von ökologisch relevanten Substanzklassen lassen sich Möglichkeiten zur Reduzierung des Eintrages ableiten.

Projektpartner



Abbildung 1: Zusammenarbeit der Gewässergüte orientierten Arbeitsgruppen zur Aufklärung der eutrophierungsrelevanten Prozesse in der Wolga

  • DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut (EBI)
  • Universität Karlsruhe (TH) in Kooperation mit den von Prof. Nestmann und Prof. Krohmer koordinierten Arbeiten zur Gewässermengenbewirtschaftung 
  • Universität Heidelberg - Institut für Umwelt-Geochemie (IUG)
  • UFZ – Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH, Department Bodenphysik (UFZ)