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Verhalten und Wirkung von Engineered Nanoparticles (ENPs) im aquatischen Nutzungszyklus (DAIMLER-BENZ)

Verhalten und Wirkung von Engineered Nanoparticles (ENPs) im aquatischen Nutzungszyklus (DAIMLER-BENZ)
Ansprechpartner:

Fritz H. Frimmel, Markus Delay

Projektgruppe:Projekt
Förderung:Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung

Laufzeit

2008 - 2009

Beschreibung

Verhalten und Wirkung von Engineered Nanoparticles (ENPs) im aquatischen Nutzungszyklus
(DAIMLER-BENZ)

Produkte aus dem Bereich der Nanotechnologie finden zunehmend Anwendung und Verbreitung. Von besonderer Bedeutung sind hier synthetische Nanopartikel, die sogenannten Engineered Nanoparticles (ENPs), die gezielt für viele unterschiedliche Zwecke hergestellt werden. Die Eigenschaften dieser maßgeschneiderten nanoskaligen Partikel unterscheiden sich zum Teil erheblich von denen größerer Partikel und Feststoffe aus gleichem Material. Das Einsatzspektrum der ENPs ist vielfältig: es reicht von industriellen Anwendungen in der Katalyse über Verbundmaterialien bis hin zu Anwendungen in der medizinischen Diagnostik, der Lebensmitteltechnologie und dem Gebrauch in Körperpflegeprodukten.
Der Einsatz der ENPs führt zwangsläufig zu deren Eintrag in die Umwelt und damit zu einer noch nicht abschätzbaren Belastung der Ökosysteme. Während es aus gesellschaftspolitischer Sicht schon einzelne Ansätze zur Diskussion der Chancen und Risiken der Nanotechnologie gibt, liegen kaum systematische experimentelle Untersuchungen zum Verhalten von ENPs in der aquatischen Umwelt und den sich daraus ergebenden Risiken vor. Es gilt also, die diesbezüglich bestehenden Wissenslücken zu identifizieren und zu schließen, um eine verlässliche Faktenlage für eine sachliche und der aktuellen Realität gerecht werdende Erörterung zu schaffen.
In diesem Vorhaben stehen daher folgende Ziele im Vordergrund:

  • Zuerst ist eine Bestandsaufnahme zu erstellen, in der die derzeitigen Möglichkeiten zur Erfassung und Charakterisierung von Nanopartikeln in der aquatischen Umwelt aufgezeigt werden.
  • Auf dieser Grundlage sind Forschungsdesiderate zu formulieren, die zu einem besseren Verständnis des Verhaltens und der Wirkungen der Nanopartikel in der aquatischen Umwelt führen.
  • Darauf aufbauend sind konkrete theoretische und experimentelle Ansätze zu entwickeln, die als Basis für ein koordiniertes Forschungsvorhaben und dessen Antragstellung bei nationalen oder internationalen Förderorganisationen dienen.

Die Ergebnisse dieses Vorhabens sollen dazu beitragen, die Risiken bei der weiteren Entwicklung der Nanotechnologie und dem Einsatz der resultierenden Produkte zu minimieren und somit nachhaltig und verantwortungsvoll mit dieser Schlüsseltechnologie umzugehen.