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Weitergehende Oxidationsverfahren in der Trinkwasseraufbereitung Desinfektionsmittelminimierung und Verringerung des Wiederverkeimungspotentials (AOP)

Weitergehende Oxidationsverfahren in der Trinkwasseraufbereitung Desinfektionsmittelminimierung und Verringerung des Wiederverkeimungspotentials (AOP)
Ansprechpartner:Fritz H. Frimmel
Projektgruppe:BMBF-Verbundprojekt
Förderung:BMBF

Laufzeit

abgeschlossen

Beschreibung

Weitergehende Oxidationsverfahren in der Trinkwasseraufbereitung Desinfektionsmittelminimierung und Verringerung des Wiederverkeimungspotentials
(AOP)

Der Einfluß erweiterter Oxidationsverfahren auf die natürlichen organischen Wasserinhaltsstoffe (NOM) ist Thema des vom BMBF geförderten Verbundforschungsvorhabens "Weitergehende Oxidationsverfahren in der Trinkwasseraufbereitung - Desinfektionsmittelminimierung und Verringerung des Wiederverkeimungspotentials". Das Verbundprojekt wird in Zusammenarbeit mit drei Wasserversorgungsunternehmen und zwei weiteren Forschungseinrichtungen bearbeitet.
Bestandteile des NOM verursachen bei der Desinfektion die Bildung von chlororganischen Desinfektionsnebenprodukten (DNP), die von hoher toxikologischer Relevanz sind. Ebenso sind in den NOM Substanzen enthalten, die von Bakterien verwertet werden können und zur Wiederverkeimung im Trinkwasserleitungsnetz beitragen. Die gezielte Beeinflussung der NOM durch die verschiedenen Oxidationsverfahren zur Produktion eines hygienisch einwandfreien Wassers war der gemeinsame Forschungsansatz innerhalb des Verbundprojektes.
Am Engler-Bunte-Institut werden die drei erweiterten Oxidationsverfahren (Ozon/Wasserstoffperoxid-, Ozon/UV- und Wasserstoffperoxid/UV-Verfahren) mit der herkömmlichen Ozonung hinsichtlich der Veränderung der NOM verglichen. Zur Charakterisierung des NOM wird die Gelchromatographie mit DOC-Detektion (LC-DOC) eingesetzt und mit den Ergebnissen der DNP-Bildung und der Wiederverkeimung verglichen.
Bisherige Ergebnisse zeigen, daß die auf Ozon basierenden erweiterten Oxidationsverfahren hinsichtlich der Eliminierung von DNP gegenüber dem Wasserstoffperoxid/UV-Verfahren Vorteile aufweisen, und daß die untersuchten Wässer nach der erweiterten Oxidation ein geringeres Wiederverkeimungspotential aufweisen als nach der Ozonung.