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Bilanzierung von Schadstoffen auf urbanen Flächen durch chemische und bildanalytische Methoden. (REGEN II)

Bilanzierung von Schadstoffen auf urbanen Flächen durch chemische und bildanalytische Methoden. (REGEN II)
Ansprechpartner:Fritz H. Frimmel
Gudrun Abbt-Braun
Projektgruppe:Projekt
Förderung:

Land Baden-Württemberg

Laufzeit

abgeschlossen

Beschreibung

Bilanzierung von Schadstoffen auf urbanen Flächen durch chemische und bildanalytische Methoden
(REGEN II)

 

In Deutschland wird in vielen Städten und Gemeinden das Regenwasser über eine Mischwasserkanalisation zusammen mit dem Abwasser der Haushalte/Kleinindustrien dem Klärwerk zugeführt. Bei Regenereignissen fallen so enorme zusätzliche Wasservolumina im Klärwerk an und müssen – um einen optimalen Betriebszustand beibehalten zu können – im Kanalnetz oder eigens dafür gebauten Rückhaltebecken zwischengespeichert werden. Ökonomischer und - unter dem Aspekt der Grundwasserneubildung - auch ökologischer wäre daher eine direkte Regenwasserversickerung in den Boden vor Ort. Infolge des zunehmenden Straßenverkehrs und anderer Immissionsquellen ist unser Regenwasser heutzutage jedoch nicht frei von Schadstoffen. Dies kann zu einer Belastung des Bodens und des Grundwassers bei der Regenwasserversickerung führen. In dem seit August 2003 vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg geförderten Projekt “Bilanzierung von Schadstoffen auf urbanen Flächen durch chemische und bildanalytische Methoden” soll deshalb untersucht werden, inwieweit Dachmaterialien als Senke bzw. Quelle für Schadstoffe fungieren können.

Bei der unvollständigen Verbrennung von fossilen Brennstoffen entstehen z.B. Verbindungen aus der Klasse der Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Einige dieser Verbindungen sind krebserregend und werden frei oder an (Staub-)Partikel adsorbiert mit dem Niederschlag aus der Atmosphäre ausgewaschen. Deshalb wird innerhalb des Projektes die Konzentration der PAK im Regenwasser und den Dachabläufen unterschiedlicher Dachmaterialien (Tonziegel, Betondachsteine, Dachpappe, Titanzink, Kupfer, usw.) als Funktion der Jahreszeit und Regenintensität bestimmt. Gleichzeitig wird auch der Eintrag von Metallen in den Regenwasserabfluss der ausgewählten Dachmaterialen als eine mögliche Schadstoffquelle untersucht.

Die Ergebnisse aus den Modelldachexperimenten werden mit Befunden realer Dachflächen verglichen. Eine Hochrechnung des Eintrages größerer Einzugsgebiete erfolgt durch die Ermittlung der Dachflächen und Materialien z.B. mittels Laserscanning und Hyperspektralaufnahmen.

Projektpartner ist die Arbeitsgruppe von Prof. Hans-Peter Bähr, Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung (IPF) der Universität Karlsruhe (TH).Kontakte zum IPF: Dipl.-Ing. D. Lemp (lempIdj2∂ipf uni-karlsruhe de) und Dr.-Ing. U. Weidner (weidnerKbd8∂ipf uni-karlsruhe de).