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Vor-Ort-Analytik für Altlastenstandorte im Hinblick auf Grundwasserschutz (Vor-Ort-Analytik)

Vor-Ort-Analytik für Altlastenstandorte im Hinblick auf Grundwasserschutz (Vor-Ort-Analytik)
Ansprechpartner:

Fritz H. Frimmel,
Gudrun Abbt-Braun

Projektgruppe:Kooperations-Projekt

Laufzeit

abgeschlossen

Beschreibung

Vor-Ort-Analytik für Altlastenstandorte im Hinblick auf Grundwasserschutz
(Vor-Ort-Analytik)

In der Umweltanalytik besteht ein großer Bedarf an kostengünstigen Verfahren, die rasche Entscheidungen im Vorfeld der Laboruntersuchung ermöglichen. Unter dem Begriff Vor-Ort-Analytik (Feldanalytik) faßt man Methoden zusammen, mit denen unter relativ geringem Aufwand ohne eingerichtetes Labor quantitative oder semiquantitative Aussagen über Schadstoffgehalte in Wasser, Boden, festen Abfällen oder Bodenluft gewonnen werden können. Die Anwendung der Vor-Ort-Analytik erlaubt so z.B. ein strategisches Vorgehen bei der Schadensherdsuche auf altlastverdächtigen Standorten. Da die Beprobungen und Analysen unmittelbar aufeinander folgen, kann eine Kontamination innerhalb kurzer Zeit lokalisiert und abgegrenzt werden. In der Abfallkontrolle ermöglichen Feldanalysenmethoden eine schnelle Beurteilung, ob ein abzulagerndes Material grundwassergefährdende Schadstoffe enthält oder nicht. Im Rahmen einer Kooperation zwischen der DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut und der Landesanstalt für Umweltschutz (LfU) wird an der Entwicklung und Optimierung von Schnellanalysenmethoden sowie an der Auswertung und Veröffentlichung von Feldvergleichstests über mobile instrumentelle Analytik gearbeitet. Am Engler-Bunte-Institut wurden Methoden entwickelt, die innerhalb weniger Minuten unter Verwendung tragbarer Geräte bei geringen Materialverbrauchskosten durchführbar sind. Dazu zählen z.B. ein UV-spektrometrischer Schnelltest auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und ein Schnelleluierverfahren zur Bestimmung wassermobilisierbarer Schadstoffe in Böden und Abfällen. Im LfU-Labor wurden Testkits und Immunoassays für altlastentypische Schadstoffe erprobt, um Basisdaten für deren Anwendungsfeld zu gewinnen und entsprechende Handlungsempfehlungen für die Altlastenerkundung sowie die Behandlung von Sonderabfällen und Altholz erstellen zu können. Die Akzeptanz von Screeningmethoden durch Anwender und Fachbehörden soll dadurch schrittweise verbessert werden, um eine kosteneffektive Altlastenbearbeitung bei gleichzeitiger Erhaltung oder Verbesserung der Datenqualität zu ermöglichen.