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FTIR - Einsatzbereich / Messprinzip

FTIR (Infrarot-Fourier-Spektroskopie) wird für die Erklärung von chemischen Strukturen und funktionalen Gruppen in einer Probe verwendet.

Bei der Infrarotspektroskopie werden Molekülschwingungen und –rotationen durch Absorption von Strahlung im infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums angeregt. Die aufzuwendende Energie hängt von der Masse der beteiligten Atome und den zwischen ihnen wirkenden Bindungskräften ab. Daher absorbieren unterschiedliche funktionelle Gruppen bei verschiedenen Frequenzen, so dass das resultierende IR-Spektrum dem chemischen Fingerabdruck einer Substanz entspricht. Der wichtigste spektrale Bereich, in dem organische Moleküle zur Schwingung angeregt werden, liegt zwischen 4000 und 400 cm-1 Wellenzahl.

Einsatzbereich

  • Charakterisierung von trockenen Deckschichten (FTIR) und festen Subtanzen nach dem KBr-Verfahren.
  • Charakterisierung von Membranoberflächen und Deckschichten (ATR-FTIR)
  • Analyse unbekannter Materialien/Stoffidentifizierung
  • FT-IR-spektroskopische Messungen von Flüssigkeiten
  • Gasanalytik

Technische Informationen

  • Gerät: IFS 55, EQUINOX der Firma BRUKER Optic mit angekoppeltem IR-Mikroskop (IR Scope II)
  • Auflösung: besser als 0,5 cm-1
  • Messbereich: 7500 – 370 cm-1
  • Detektoren:
    • a) DLATGS-Detektor ( DLATGS = L-Alanin dotiertes Deuteriertes Triglyzinsulfat) mit KBr-Fenster. Spektralbereich MIR(NIR), 12000 ... 360 cm–1.
    • b) MCT-Detektor (MCT= Hg-Cd-Te Detektor). Höhere Empfindlichkeit als DLATGS. Spektralbereich MIR(NIR), 12000 ... 600 cm–1.
  • Zubehör: Horizontal-ATR-Einheit mit Anpreßkit für Festkörper (ZeS), Flüssigkeitszelle, variable Langweggaszelle (0,8 - 8,0 m), Software zur Spektrenauswertung (OPUS).


Abbildung 1: Technische Ausstattung

Veröffentlichungen / weiterführende Literatur

Durig, J.:
Applications of FT-IR spectroscopy.
Elsevier, Amsterdam (1990).

Johnston, S.:
Fourier transform infrared : a constantly evolving technology.
Ellis Horwood, New York (1991).

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